Frauendorf

Frauendorf zählt ca. 800 Einwohner und ist ein Straßendorf. Es wurde 1366 erstmalig erwähnt und ist vermutlich durch den Hochstift Naumburg gegründet worden. Der Ortsname mit Bezug auf die Gottesmutter Maria bedeutet: „Dorf unserer lieben Frau“. Bei der älteren Generation heißt der Ort heute noch „Frändorf“. Historisch gesehen liegt Frauendorf an einer alten Handelsstraße von Böhmen nach der Ostsee, der Berliner Straße. Brückenzoll war bei den heutigen Bärhäusern zu entrichten. Als Besitzer von Frauendorf werden laut des Oberlausitzer-Musterungs-Registers vom 02.01.1551 die Familien von Rosenhaben genannt. In der Frauen-dorfer Kirchenchronik wird Detlef Grauf von Einsiedel (Königlich Sächsischer Kabinettsminister und Staatssekretär auf Mückenber/ heute zu Lauchhammer) als weiterer Besitzer geführt. Im Herbst 1871 verkauften die Einsieelschen Erben alle Besitzungen. Die in Lindenau stehende Fachwerkkirche wurde im 17. Jh. nach Frauendorf versetzt.In der Nacht vom 25. zum 26. Dezember wurde die Kirche ein Opfer der Flammen. Der Glockenturm , der 1920 von der Aktiongesellschaft Lauchhammer als Geschenk an die Gemeinde Frauendorf ging, steht an dieser Stelle. Am 21. Juni 1992 konnte die Gemeinde ein attraktives neues Kirchgemeindehaus in Besitz nehmen. Daneben liegt ein kleiner Park . Hier erholen sich schon seit mehreren Jahren in den Sommermonaten zahlreiche Tschernobylkinder. Vor dem Eingang des Kirchgemeindehause steht die älteste , unter Naturschutz stehende Eiche des Ortes. Frauendorf ist durch seine Heide- und Teichgebiete besonders anziehend. Hier ist eine Landschaft, deren Ruhe wohltuend auf gestresste Menschen wirkt. Einen beruhigenden Blick kann man über die Teiche genießen und u. a. die verschiedensten Wasservögel beobachten, die hier ideale Brut- und Siedlungsbedingungen vorfinden.

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